praxis(at)annette-reichenbach.de   |   0176 6126 4025

Akupunktur

Akupunktur ist ein geprüftes und vielfach genutztes Behandlungsverfahren der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Es hat seinen Ursprung vor mehreren tausend Jahren in China. Heute ist Akupunktur allgemein akzeptiert und wird sehr häufig in Deutschland angewendet.

Traditionell versteht man unter Akupunktur die Regelung des Flusses der Lebensenergie. In China wird sie »Qi« genannt. Dieses innere Fließsystem ist ein energetisches Netzwerk von Kanälen, das die inneren Organe miteinander verbindet und beeinflusst. Über die Akupunkturpunkte können Ungleichgewichte korrigiert werden.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Akupunktur als wirksame Hilfe bei Schmerzen, funktionellen und seelischen Erkrankungen sowie zur Harmonisierung des Immunsystems bekannt.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind zur Zeit mehr als 40 Krankheitsbilder bekannt, bei denen Akupunktur als wirksame Therapieform anerkannt ist.

Eine Akupunkturbehandlung hat zum Ziel, den Organismus auszugleichen, die Harmonie zwischen Geist und Körper mit seinem Umfeld wieder herzustellen und gegen schädigende Einflüsse widerstandsfähiger zu machen. Dazu werden sehr dünne Nadeln in ausgewählte Punkte so gut wie schmerzfrei eingestochen. In der Regel verbleiben diese 20 – 30 Minuten dort und entfalten ihre ausgleichende Wirkung.

Die Möglichkeiten der Akupunktur

Der Behandlungsschwerpunkt der Chinesischen Medizin liegt bei chronischen und funktionellen Störungen. Die Stärke der Chinesischen Medizin liegt auch in der diagnostischen Möglichkeit, bereits sich anbahnende Krankheitszustände festzustellen und zu behandeln.

Die Möglichkeiten sind noch viel umfassender und reichen von den akuten und infektiösen Krankheiten bis hin zu chronischen und inneren Krankheiten wie:
– Kopfschmerzen,
– menstruellen Störungen,
– Atembeschwerden,
– Depressionen und
– hormonellen Erkrankungen.
Auch die Behandlung von Nikotinsucht oder von schmerzhaften Zuständen wie Arthritis sind gut möglich. Akupunktur behandelt den ganzen Menschen und nicht eine lokale Störung, deren Ursache möglicherweise ganz woanders, als am Ort des Erscheinens, zu behandeln ist.

Welche Krankheiten kann Akupunktur behandeln?

Das Ziel einer Behandlung durch Chinesische Medizin ist es, den ganzen Menschen zu behandeln und nicht nur eine lokale Krankheit. Sie ist eingebunden in den ganzen Organismus. Jede Störung hat eine individuelle Entwicklung und hat sich mit der individuellen Geschichte eines Menschen entfaltet. Auch wenn sich wichtige Symptome ähneln, so sind die Ursachen doch meist vielfältig und unterschiedlich. Deshalb ist auch die Therapie unterschiedlich.

Im allgemeinen hat sich gezeigt, dass Störungen wie:
– hormonelle Störungen,
– Unfruchtbarkeit,
– Schlaflosigkeit,
– Schmerzzustände (akute und chronische),
– Allergien,
– Heuschnupfen,
– Stresserscheinungen,
– Energielosigkeit,
– funktionelle Erkrankungen,
– chronische Rhinitis,
– Autoimmunkrankheiten,
– Alterserscheinungen
sehr gut auf die Akupunktur ansprechen.


Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste von Erkrankungen veröffentlicht, die erfolgreich mit der Akupunktur behandelt werden können:
– Erkältungen,
– Asthma,
– Sinusitis,
– Kopfschmerzen,
– Migräne,
– Trigeminusneuralgie,
– Arthritis,
– Tennisellenbogen,
– Ischialgie,
– Magenschleimhautentzündung,
– Colitis,
– Verstopfung und
– Durchfall.

Moxibustion

Ein weiteres Behandlungsverfahren, das zusammen mit der Akupunktur oder auch getrennt für sich durchgeführt werden kann, ist die Moxibustion. Bei der Moxibustion wird die Wolle aus den Blättern des Beifußes (Artemisia vulgaris) auf den Nadeln oder auf einer Unterlage (Knoblauch- oder Ingwerscheibe) über Akupunkturpunkten verglüht. Diese besonders heilsame Wärme stärkt den Organismus.

Das Ziel der Akupunktur

Akupunktur soll den gestörten Energiefluss im Organismus normalisieren. Die auf den Meridianen liegenden Akupunkturpunkte werden mittels feinster Nadeln angeregt. Der aus dem Takt geratene Energiestrom wird so behutsam reguliert. Jeder dieser Punkte steht in Verbindung mit einem bestimmten Organ oder Organkreis und hat eine genau definierte Heilwirkung. Für die Nadelung werden deshalb nur diejenigen Punkte an Körper, Händen, Füßen oder am Ohr des Patienten gewählt, die zu dessen Beschwerdebild passen.

Das erkrankte Organ wird also indirekt über Außenstellen auf der Haut, die Akupunkturpunkte, beeinflusst und nicht wie in der klassischen Schulmedizin direkt behandelt. Akupunktur balanciert die Energie der Organe aus und regt diese zur Selbstheilung an. Viele funktionelle Erkrankungen – das sind Erkrankungen, bei denen kein dauerhafter Organschaden vorliegt – können dadurch erfolgreich behandelt werden. Schädliche Nebenwirkungen, wie sie medikamentöse Therapien oft begleiten, treten bei richtiger Anwendung der Akupunktur nicht auf.

Während der Akupunkturbehandlung

Während der Akupunkturbehandlung sollte der Patient so ruhig und entspannt wie möglich liegen bzw. sitzen. Jede Bewegung der Körperteile, in denen sich Nadeln befinden, sollte vermieden werden. Während der Behandlungszeit ist es gut, wenn Sie sich entspannt der Ruhe hingeben und so wenig wie möglich denken.

Da die Akupunktur eine Entspannung der Muskeln und Gefäße bewirkt, soll für die Dauer der Behandlungen parallel kein ähnlich wirkendes Verfahren (autogenes Training, Yoga, Meditationsübungen u.ä.) von Ihnen angewendet werden. Die genaue Beachtung der hier erwähnten Punkte kann wesentlich dazu beitragen, die bestmögliche Wirkung einer Akupunkturbehandlung herbeizuführen.

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur ist eine Sonderform der Akupunktur und gilt als eigenständige Methode. Wie sie funktioniert und bei welchen Beschwerden sie angewendet wird, erfahren Sie auf der Seite Ohrakupunktur.